About

Textiles Handwerk gehört zu den ältesten Gewerben überhaupt, die Industrialisierung begann mit der Textilindustrie und auch in Sachen Globalisierung war und ist die Textil- und Bekleidungsindustrie ganz weit vorne mit dabei.

Auf der einen Seite gehen weltweit textile Fertigkeiten und Know-how verloren, auf der anderen Seite werden viele neue Produkte entwickelt als Antwort auf die ökologischen und sozialen Herausforderungen.

contextil möchte eine Plattform sein, die diesen Spannungsbogen öffnet und beleuchtet. Für Fachleute, die über ihr eigenes Glied der textilen Kette hinauschauen möchten, sowie für Nichtfachleute, die mit der Branche zu tun haben. Aber auch für interessierte Menschen, die sich ein eigenes Bild machen wollen, um in einer komplexen Welt Entscheidungen treffen zu können, deren Grundlage über reinen Augenschein, Mode oder Eurobeträge hinausgeht.

Über mich

Während meines Studiums der Textiltechnik Anfang der 1990er Jahre kam ich durch die Mitarbeit an einem Standardwerk zur Textilveredlung vom Textil zum Text. Ende der 1990er wurde ich auf der Welle des Dotcom-Hypes in die Software-Branche gespült und habe dort als Technische Redakteurin in verschiedenen Unternehmen Technische Dokumentationen konzipiert und geschrieben. Seit 2008 bin ich zudem als Lektorin für Schulbücher tätig, mit dem Schwerpunkt Berufliche Bildung. Seit 2020 studiere ich Journalismus an der Freien Journalistenschule.

Die textilen Themen mit ihren vielfältigen Verstrickungen haben mich über die ganze Zeit begleitet, nicht zuletzt durch viele persönliche Fäden, die nach wie vor in die Branche reichen.

Was mich antreibt, ist ein ausgeprägtes Bedürfnis, hinter die Kulissen zu schauen, Mechanismen zu erkennen, Prozesse zu verstehen oder – wie bereits Schopenhauer formulierte – mir die linke Seite der gestickten Tischdecke anzuschauen.